Auf einen Neuanfang


(06.11.2015)

Gestern hat mich die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Böhm würdevoll in das Amt eingeführt. Auch wenn ich heute bereits zum dritten Mal als Bürgermeister vereidigt wurde, stellt dies für mich einen bedeutenden Meilenstein in meinem Leben dar. Ich bin stolz und froh, weiterhin Bürgermeister dieser wunderschönen Gemeinde mit diesen liebenswerten Menschen sein zu dürfen.
Ich sehe mein Wahlergebnis nicht nur als Zustimmung und Bestätigung, sondern vor allem auch als Verpflichtung. Verpflichtung, mit Leidenschaft, Tatkraft und mit der gebotenen Objektivität unserer Gemeinde zu dienen, zu dienen für eine gute Zukunft.
Den Ratsmitgliedern habe ich die Hand auf eine gute Zusammenarbeit mit folgenden Worten gereicht:
„Nun haben wir die Situation: Viele der Ratsmitglieder hätten heute lieber einen anderen Bürgermeister eingeführt.
Sie, liebe Ratsmitglieder, haben im vergangenen Jahr die Zustimmung des Wählers erhalten, gemeinsam mit dem Bürgermeister sich für das Wohl unserer Gemeinde einzusetzen.
Ich habe am 13. September den Auftrag des Wählers erhalten, gemeinsam mit Ihnen gut zusammen zu arbeiten. Das ist so! Ob Sie das wollen oder ob ich das will. Es ist unsere Pflicht.
Der Bürger hat uns nun in eine Zwangsehe gebracht. Für eine Eheberatung gibt es keinen Raum. Wir müssen uns schon selbst helfen. Dabei hilft uns der Blick in die Vergangenheit reichlich wenig. Schon Konrad Adenauer hat gesagt: „Ein Blick in die Vergangenheit hat nur Sinn, wenn er der Zukunft dient“.
Wir sollten alle Hindernisse und Schwierigkeiten die bisher zwischen uns lagen, als Stufen sehen. Als Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.
Ich möchte Ihnen heute nicht nur sprichwörtlich die Hand reichen. Die Hand, für eine gute Zusammenarbeit. Ich möchte eine Brücke bauen zu Ihnen, die keine Einbahnstraße ist. Diese Brücke muss ein starkes Fundament haben. Ein Fundament, des gegenseitigen Respekts und Anstands.
Und nun komm ich nochmals auf Konrad Adenauer zurück, der mal sagte: „Man darf niemals sagen: Es ist zu spät. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang“.
Die Fraktionen sprachen einerseits offene Worte, signalisierten aber auch den Wunsch zur guten Zusammenarbeit.
Sehr gefreut habe ich mich auch über den Blumenstrauß der SPD, eine tolle Geste.